Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind, mit dem Ziel, sie in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit zu stärken.

Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.

Ziel von Ergotherapie ist es, individuelle Handlungskompetenzen im täglichen Leben im Beruf oder der Schule zu entwickeln, wieder zu erlangen und/oder zu erhalten.


Häufige Anwendungsbereiche von Ergotherapie:
    • Pädiatrie - Kinderheilkunde
    • Geriatrie - Altersheilkunde
    • Neurologie - Erkrankungen des Nervensystems
    • Orthopädie - Erkrankungen des Bewegungsapparates

Die Verbesserung der Lebensqualität steht immer im Mittelpunkt!




Ergotherapie im Bereich der Pädiatrie

Die Pädiatrie umfasst die Behandlung von Säuglingen, Kleinkindern und Kindern bis hin ins Jugendalter. 
Eine Einschränkung oder auch drohende Einschränkung in der Bewegungs- sowie Handlungsfähigkeit des Kindes, kann für das Kind selbst, sowie dessen Familie zu Einschränkungen im täglichen Leben und zu unterschiedlichem Leidensdruck innerhalb der Familie führen. 

Anhand der ärztlichen Diagnose und der ergotherapeutischen Befunderhebung, wird ein klientenzentierter Weg der Intervention und teilweise auch Prävention gesucht. Dabei spielt die Einbeziehung der Eltern und auch teilweise des näheren Umfeldes des Kindes eine große Rolle.

Ziel der ergotherapeutischen Behandlung ist die größtmögliche Förderung des Kindes, seiner Bewegungs- und Handlungsfähigkeit und damit seiner eigenen Selbständigkeit.


Leistungen im Bereich der Pädiatrie:
  • ergotherapeutische Befunderhebung
  • Einzeltherapie nach unterschiedlichen Konzepten
  • Gruppentherapie
  • Elternberatung
  • Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergarten, anderen Therapeuten, usw.

Die ergotherapeutische Behandlung ist von Kind zu Kind unterschiedlich und anders angelegt. Je nach ärztlicher Diagnose, ergotherapeutischem Befund und dem Anamnesegespräch mit den Eltern und dem Kind, wird der Ablauf der Therapie, die evtl. einbezogenen Therapiekonzepte, sowie die Therapieziele individuell festgelegt und besprochen.



Ergotherapie im Bereich der Geriatrie

Im Bereich der Geriatrie steht der alternde Mensch im Mittelpunkt. 
Mit zunehmendem Alter entwickeln sich neben Einschränkungen im Bereich der Beweglichkeit und Handlungsfähigkeit, auch häufig unterschiedliche Erkrankungen (Arthrose, Demenz, Alzheimer). Hinzu kommen oft auch gravierende Veränderungen in unterschiedlichen Lebensbereichen wie Austritt aus dem Arbeitsleben, Verlust des Partners, Änderung der Wohnsituation usw.

Die Beeinträchtigungen im täglichen Leben können sehr vielfältig sein. Daher ist auch die ergotherapeutische Behandlungsmöglichkeit in diesem Arbeitsfeld sehr breit gestreut.Eine klientenzentrierte Behandlung ist natürlich wegweisend. 

Eine Erhaltung und Förderung der Selbständigkeit und damit ein Erhalt der eigenen Handlungsfähigkeit und der damit verbundenen Lebensqualität haben hier besondere Priorität. Dabei spielt auch die Beratung der Angehörigen und des näheren Lebensumfeldes des Patienten eine große Rolle. Auch eine adäquate Versorgung mit entsprechenden Hilfsmitteln ist oft unerlässlich und kann gemeinsam mit dem Ergotherapeuten besprochen werden.



Ergotherapie im Bereich der Neurologie

Die Neurologie befasst sich mit Erkrankungen des Zentralnervensystems. Hierzu gehören das Gehirn, das Rückenmark, sowie das periphere Nervensystem.

Schädigungen in diesen Bereichen entstehen z. B. durch Schlaganfall, Schädel-Hirntrauma, Cerebralparese oder auch durch chronische neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose.
Die unterschiedlichen neurologischen Einschränkungen führen beim Patienten zu vielfältigen Beeinträchtigungen der Handlungsfähigkeit in allen Lebensbereichen.

Ziel der ergotherapeutischen Behandlung ist eine größtmögliche Handlungsfähigkeit und damit Selbständigkeit des Patienten herzustellen bzw zu erhalten und damit eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Dabei ist die Behandlung immer klientenzentriert ausgerichtet, dass heißt, sie konzentriert sich auf die individuellen Ziele des Patienten, sowie dessen Angehörige.



Ergotherapie im Bereich der Orthopädie/Traumathologie

In diesem Bereich stehen die Patienten im Mittelpunkt, welche durch angeborene aber auch z. B. durch Unfälle verursachte oder durch chronische Erkrankungen erworbene Funktionsstörungen im Bereich des Bewegungs- und Stützapparates vorweisen.

Ziel der Ergotherapie ist es auch hierbei eine größtmögliche eigenständige Handlungsfähigkeit zu ermöglichen und damit die Selbständigkeit und Lebensqualität zu fördern.